Roadtrip Toskana

Endlich. Endlich sind die analogen Fotos da und ich habe Zeit sie zu scannen und den folgenden Beitrag zu schreiben.

Im (oh gott) August (?) waren wir 10 Tage in der Toskana unterwegs. Wir sind mit meinem Klapperauto von Weimar nach Loro Cuiffena gefahren. Einen Tag hin, einen Tag zurück.

In der Nähe von Loro Cuiffena, einem winzigem italienischem Bergdorf – wunderschön, haben wir in einem Häuschen im no-where von einer Freundin von Leons Mama gewohnt.

Es gibt aber unglaublich viele gute und günstige Airbnb’s & Hostels in Italien.

Wir haben keinen klassischen Roadtrip gemacht, da wir am Abend immer zu unserem Häuschen zurück gekehrt sind. Hier aber nun mal unsere Tipps (und wenn diese jetzt nach 2 Monaten immer noch so im Kopf sind, sind sie wirklich gut 😉 )

Arezzo

Eine typisch Italienische Stadt mit vielen kleinen Gässchen, Restaurants, Kirchen und Plätzen. Es gibt einen Platz an der Kirhce oben am Berg. Hier müsst ihr hin! Es ist ein kleiner Pinien „Wald“ mit Blick über die Stadt. Es gibt einen kleinen Kiosk der z.B. Aperol Spritzz oder ähnliches verkauft. Ein Glas schnappen und in die Landschaft schauen lohnt sich!

Eis essen bei Cremi!!

Florenz

Eine Stadt die ich schon ohne vorherigen Besuch auf Grund meiner Geschichts-Klausur auswendig kannte. So konnte ich Leon eine ultimative Architekturführung geben. Wichtig: Die Kathedrale und die berühmte Kuppel von Florenz (übrigens auf Grund des Tragwerks so berühmt). In die Kirche sind wir nicht, da die Schlange ewig war. Aber die Kuppel sieht man eigentlich von überall und die wunderschöne, bunte Fassade lohnt auch! Sehenswert sind natürlich auch die Uffizien, Ponte Vecchio, Palazzo Vecchio, Palazzo de Medici, Palazzo Pitti, Santa Corce, … mehr findet ihr ja auch auf Google 😉

 

Was ihr aber nicht so leicht findet: gute & nicht super überlaufende Resaturats. Florenz ist einfach regiert vom Tourismus. Aber in der Nähe vom Bahnof gibt es eine riesige Markthalle die bis 15 Uhr auf hat. Hier gibt es ALLES was das Herz begehrt und im OG auch eine Art Foodcourt. Um die Halle herum ist ein Ledermarkt mit Taschen, Gürteln, Schuhen, etc. hier beachten: unbedingt handeln 😉  Aufgrund der unglaublich schlechten Verkehrslage empfehlen wir die Anreise mit dem Zug. Der Bahnhof ist zentral und wir haben von Arezzo bis Florenz 6,80€ gezahlt. Auch zu beachten:  Florenz liegt im Kessel, sprich: es wird super heiß im Sommer! Wir hatten es 41°C – also viel trinken.

Tour durchs Chianti Gebiet

Von Loro aus sind wir dann einmal westlich durchs Land gekurvt. Castellina in Chianti ist wunderschön und hat die besten Panini! Wenn man in das Dorf rein läuft gleich der erste Bäcker auf der linken Seite.

Von hier aus sind wir weiter nach Volterra, typisches kleines Bergdorf, und total schön. Leider ist alles was schön ist voll mit Touristen! Sehenswert ist auch San Gimigano – hier waren wir in einem kleinem, etwas teurerem Rastaurant essen, aber sie hatten einen niedlichen Hinterhof ab vom Touri-Trubel – Osteria delle Catene.  Und Colle di Val d’Elsa soll schön sein, hatte aber leider zu als wir dort waren. Die Innenstadt ist nämlich nur über einen Fahrstuhl zu erreichen.

Strandtag

unseren Tag am Strand haben wir am Spiagge Bianche in Nuovo Futuro verbacht. Es ist ein strahlend weißer Sandstrand mit Türkisblauem Wasser wie auf den Malediven. Leider hat das eine Ursache: eine Fabrik hat Jahre lang Quecksilber ins Meer gepumpt. Das haben wir allerdings erst nach unserem Tag erfahren und konnten es so noch richtig genießen. Gesehen haben sollte man den Strand aber haben. Auch das Wasser war warm wie in der Badewanne. Die Küste ist wunderschön und es gibt unzählige Strände, natürlich auch unverseucht 😉

Lieblingsort: Siena

Für uns das Highlight. Alle italienischen Städte sehen sich irgendwie ähnlich aber Siena hat es geschafft auf Platz 1 zu sein. Hier lohnt es sich einfach etwas außerhalb zu parken und dann in den Stadtkern zu laufen (da kann man eh nicht fahren).

Frühstücken in einem kleinen Cafe namens „meetlife“ und unser Highlight war das Mittagessen in einem wirklich winzigen Restaurant abseits. Es ist nieldich, die Köchin bedient persönlich und SO SO lecker! Fischi per Fiaschi di Signorini Francesca; Via San Marco n.43, 53100 Siena.  Für 2 Gläser wirklich guten Wein, eine Flasche Wasser und zwei Hauptgerichte haben wir 24€ bezahlt.

Lucca

auch eine wunderschöne Stadt, aber nach Siena am Vortag hat sie uns nicht mehr so ganz geflasht. Die Stadt ist umgeben von einer wahnsinnig massiven Stadtmauer, was sich lohnt ist auf den Stadtturm zu gehen, kostet für Studenten 3€ und man hat einen rundumblick über Lucca. Auch cool: außerhalb der Stadtmauer ist eine Brunnenanlage, da es in und um Lucca so viele Quellen gibt und man kann sich einfach kostenlos sein Quellwasser mit oder ohne Sprudel abfüllen.

Pisa

Den schiefen Turm muss man gesehen haben, der ist in echt einfach noch viel schiefer als auf allen Fotos! Auch witzig: alle Touristen die die Arme ausstrecken um den Turm zu halten! Mehr gibt’s hier aber nicht zu sehen.

 

Loro Cuiffenna

An unserem Vorletzten Tag waren wir in Loro am Fluss. Er liegt etwas versteckt im Wald aber bildet wundervolle kleine pools, die Steine sind total glattgeschliffen und mit einem Picnic haben wir es hier den ganzen Tag ausgehalten.

Was wir nie vergessen werden:

Unser Paraglidingsprung über die wunderschöne Toskana-Landschaft. Über Airbnb haben wir einen Flug mit Pietro gebucht. Das hab ich Leon zum Geburtstag geschenkt. Es war wirklich teuer, aber sowas macht man ja nur einmal im Leben. Pietro war suuuuper nett, und hot 😉 und hat uns alles genau erklärt. Der Flug wurde imer mal wieder mit seiner GoPro festgehalten und mit mir konnte er dann sogar ein paar Action-Stunts machen. Hat sich echt gelohnt! Leon war leider etwas zu schwer für den Wind und konnte nicht so lange fliegen.

Falls ihr in den Genuss einer Unterkunft mit Küche kommt: nehmt das war! Wir haben am besten gegessen, wenn wir mit den frischen, lokalen Zutaten für uns gekocht haben und romantisch war es auch noch!

 

Wichtiges:

AUTO;Wenn ihr mit dem Auto fahrt müsst ihr das Geld für die Plaketten einplanen : 10€ für 10 Tage Österreich und noch mal Maut auf den italienischen Autobahnen (diese kann – wie in unserem Fall- für eine Strecke bis zu 40€ betragen. Des weiteren: Tanken ist quasi unbezahlbar. Der Liter Diesel kostet 1,80€ minimum. An den meisten Tankstellen stehen auch zwei Preise dran. Einmal für selbst-tanken und einmal für den service sich das Auto betanken zu lassen (das macht pro Liter gerne 30 Cent unterschied!)